„Lernen am anderen Ort“: Klassenstufe 5 besucht den Stunzachtalhof bei Heiligenzimmern
Am Mittwoch, 08.07.2026 waren die Klassen 5a und b mit ihren Klassenleitungen unterwegs, um den letzten Teil ihrer Methodentage zu absolvieren. Über die sogenannte „Himmelsleiter“ sind sie bei angenehmen sommerlichen Temperaturen vom Gymnasium nach Heiligenzimmern zu einem Schweinehof, dem Stunzachtalhof, gewandert.
Hier ein paar Impressionen:
In Heiligenzimmern angekommen hießen uns zunächst riesige Strohballen, die wie ein Amphitheater aufgebaut waren, willkommen. Freundlicherweise hat uns dann Familie Schreiner ihren Hof gezeigt, um uns die Landwirtschaft im Allgemeinen und ihre Schweine im Besonderen näher zu bringen..
Werkstudent Tom und Levin Schreiner, der selbst bis vor Kurzem Schüler am Gymnasium war, erklärten und zeigten einer Gruppe von uns, wie und welches Futter sie für ihre Tiere selbst produzieren. Verschiedene Feldfrüchte und Getreide – von Weizen über Raps bis Soja – werden dafür angebaut. Wir sahen die Pflanzen und ihre Früchte und lernten, wie das Futter geschrotet und gemischt wird, damit die 1.200 Tiere täglich ihr „Müsli“ bekommen und so schnell und gesund heranwachsen können. Außerdem konnten wir beobachten, wie das Futter über Silos in die Schweinetröge gelangt und wie riesige Landmaschinen zusätzliches Futter heranschaffen.
Silvi und Leander Schreiner zeigten währenddessen der anderen Gruppe, wie ihre Schweine leben. Wir erfuhren, dass die Tiere doppelt so viel Platz haben, wie in Deutschland vorgeschrieben ist (Haltungsform 4), damit sie ein gutes Leben führen können. Wichtig ist außerdem, dass diese intelligenten Tiere Beschäftigung finden, zum Beispiel durch lange Strohhalme zusätzlich zur kurzen Einstreu, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Interessant war zu sehen, wie reinlich Schweine eigentlich sind: Sie nutzen ihren Stall nur an bestimmten Stellen als „Klo" und halten die Bereiche, in denen sie fressen und schlafen, sauber. Wir wissen jetzt außerdem, wie man männliche und weibliche Schweine unterscheidet, und dass man am Ringelschwänzchen erkennt, wie gut es einem Schwein geht.
Am liebsten wären wir noch länger geblieben, um diese lustigen Tiere zu beobachten und auf den Strohballen herumzutoben, doch unsere Elterntaxis warteten schon auf uns. So endete ein abwechslungsreicher Vormittag, an dem wir fernab unserer Schule viel gelernt hatten.
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